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About
tja, wer bin ich? ich glaube, diese frage ist für jeden menschen im ersten moment schwierig zu beantworten. aber in meinem falle ist es gleich doppelt schwer.
ich erzähle euch am besten mal, wie ich früher war, bis zum 24. februar 2010. ich war eine fröhliche und laute punkerin, bin gern auf konzerte gegangen und habe mein leben in vollen zügen genossen. ich habe sozialpädagogik und deutsch auf lehramt studiert, und obwohl es ein arbeitsintensives und zeitraubendes studium war, habe ich es geliebt. als ich dann noch mit meinem freund zusammengezogen bin, hätte ich vor lebensfreude platzen können. endlich war alles perfekt, so, wie ich es immer haben wollte, und es hätte meinetwegen ewig so weitergehen können. zwei tage, nachdem ich diesen gedanken laut ausgesprochen hatte, bekam ich fürchterliche knieschmerzen. ich bin von arzt zu arzt gerannt, wurde aber mit der erklärung “arthritis” abgespeist und bekam immer höhere schmerzmedikamente. die veränderungen begannen daraufhin schleichend. ich wurde immer müder und schlapper, begann ständig in der uni und auf konzerten einzuschlafen, aß kaum noch und magerte ab. ich wurschtelte mich gerade noch erschöpft durch die semesterprüfungen, und als ich auf dem weg zur uni war, hörte ich nur noch ein lautes ratschen und lag auf dem boden. ihr könnt euch vorstellen, wie verwirrt ich war. nach einer weiteren fehldiagnose kam ich am abend endlich zu fähigen ärzten, die mir eröffneten, dass mein oberschenkelknochen von einem tumor zerfressen und gebrochen worden war. nach einigen untersuchungen stand die diagnose fest: ich hatte das ewing-sarkom, ein sehr seltener und gefährlicher knochenkrebs. doch noch schlimmer als diese entsetzliche diagnose ist die tatsache, dass ich seit diesem tag im bett liege und ein pflegefalll bin. ihr könnt euch kaum vorstellen, wie es ist, von 100 auf 0 gebremst zu werden und dermaßen aus dem leben gerissen zu werden.
tja, und wer bin ich jetzt? keine ahnung, aber ich versuche eben, so gut es geht zu kämpfen. meine heilungschancen stehen nicht schlecht, und bisher habe ich 4 chemozyklen absolviert, also werde ich den rest auch noch schaffen! meine familie und meine freunde helfen mir dabei, ohne sie würde ich durchdrehen. doch wirklich in mich hineinversetzen können sie sich natürlich nicht, so einfühlsam sie auch sind und so sehr sie es auch versuchen. deswegen -und weil ich mich selbst gerne reden höre
– habe ich diesen blog gestartet, er ist für alle menschen, die wissen wollen, wie sich ein krebspatient so fühlt.
4 Kommentare »
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Bianca Haaser Said:
on 24. Mai 2010 at 17:45
Ich lass mal -unbekannterweise- liebe Grüße da.
Habe bis vor kurzem noch mit Deiner Schwester bei der AOK zusammen in einem Team gearbeitet …
Schön, dass Du den Blog gestartet hast.
Um erstmal kurz zu erklären wer ich bin
Ja, so werd ich immer mal rein schauen und gucken wie es Dir -hoffentlich- immer besser geht und ich drück auch die Daumen für die “ersehnte” OP!
lg auch von einer Bianca
)
alex Said:
on 30. Mai 2010 at 07:39
hey ich bin echt beeindruckt von deiner kraft. ich drück dir weiterhin ganz doll die daumen unbekannter weise!
lg alex
glamourmietz Said:
on 30. Mai 2010 at 11:11
ich finde es beeindruckend wie du das alles auf die reihe bekommst . . . und deine ansichten dazu . . . alles so klar . . . wünsche dir das beste hoffe du schaffst das . . . gute besserung
Peggy Said:
on 24. Juni 2010 at 21:59
Hallo, du hast hier eine echt wunderbare Seite, ich lese oft hier was du so macht, wie es dir geht…öfter kamen mir auch die Tränen..liebe bianca du bist echt tapfer. Ganz viele Liebe Grüße