Keine Angst, mir gehts gut und ich hatte keinen Rückfall. Also braucht ihr euch in der Hinsicht nicht ständig um mich sorgen
Dadurch, dass mein Alltag langsam wieder Struktur bekommt, hab ich nur einfach nicht mehr so viel Zeit hier Einträge zu machen. Außerdem will ich mich ja auch nicht mehr soviel mit Krankheit und dem ganzen Blabla beschäftigen, ich fühl mich ja auch teilweise schon wieder wie ein ganz normaler Mensch. Da denkt man einfach nicht mehr so ans Blogschreiben (bis einen wieder gewisse Leute anrufen “Mensch Bianca, gehts dir gut, ich hab lang nichts mehr von dir gelesen!!!”
)
Ja, wie gesagt, mir gehts soweit gut und ich versuche, langsam wieder ein normales Leben zu führen. Ich habe täglich Physiotherapie, und wir haben auch schon ein paar Fortschritte gemacht. Nur doof, dass es immernoch so weh tut. Habe zwar von meiner Ärztin Schmerzmittel bekommen, um die Therapien durchzuhalten, aber so richtig helfen sie nicht. Ich stehe eben oft unter großem Druck (den ich mir größtenteils eigentlich selbst mache…) und würde mich am liebsten verkriechen, aber das ist ja nun mal auch keine Lösung. Ansonsten komme ich schon ganz gut klar, den Haushalt krieg ich inzwischen auf die Reihe ohne ständig erschöpft zu sein. Wenn man bedenkt, dass ich im Februar damit ganz klein angefangen habe… hatte damals ungefähr eine Stunde gebraucht, um den Geschirrspüler auszuräumen, und war danach total fertig. Jetzt klappt alles, zwar auch ein bisschen langsamer als früher, aber immerhin.
Oh, und nicht zu vergessen: mit dem Laufen gehts auch aufwärts. Inzwischen kann ich auch relativ gut ohne Stützen laufen, nur bei “weiten” Strecken (hierzu zählen allerdings schon 500m
) nehme ich sie noch.
Ab und zu kommen die ganzen Geschichten des letzten Jahres aber natürlich noch hoch…dann sitzt man einfach nur da, starrt ins Leere und fragt sich, warum man selbst es geschafft hat und andere nicht. Versteht mich nicht falsch, ich bin unendlich froh dass ich den ganzen Mist überstanden habe, aber in manchen Momenten erdrückt einen doch alles…ob es die Dinge sind, die man gesehen hat, oder die Angst um die Zukunft, oder einfach nur unterdrückte Gefühle, die man gar nicht genau beschreiben kann. Deswegen werde ich mir in Dresden dann doch wieder einen Psychologen suchen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, es allein zu schaffen.
Ach, das bringt mich zum nächsten: mein Freund und ich ziehen nach Dresden! Wir haben endlich eine tolle kleine 2-Zimmer-Wohnung für uns gefunden, und dass auch noch in unserem Lieblingsviertel, der Neustadt. Das bedeutet jetzt zwar enorm viel Stress mit Kisten packen, Renovieren und wieder neu einleben, aber ich sehe es auch als eine Art Neuanfang und freue mich total auf diese Zeit.
So jetzt hab ich schon wieder keine Zeit mehr, muss weiter Kisten packen
Tut mir Leid wenn ich mich heute wieder nicht ganz so poetisch ausgedrückt habe…die Schmerzmittel schützen zwar kaum vor Schmerzen, machen den Kopf aber wieder ganz schön matschig