hey und hallo da draussen, ja ich lebe noch ^^
tut mir leid dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe, aber da ich langsam (ganz langsam) wieder in die normalität zurückkehre, will ich mich ja nicht unbedingt immer mit krankheit und leiden und tod beschäftigen…und ja, ich gebe es zu, ich werde langsam faul
in meinem kopf hab ich oft immer ganz tolle neue texte, ständig inspiriert mich etwas, aber irgendwie komme ich nie dazu, es aufzuschreiben..ganz nach goethes werther, “Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken.” (ach ja, germanistik, wie vermisse ich dich
)
also, wurde heute zur geplant letzten (!tadadadaaaa!) chemo aufgenommen, und nächste woche soll’s losgehen mit der reha. so richtig bock hab ich ja ehrlich gesagt noch nicht, die broschüre fürs rehazentrum liest sich eher wie die infomappe einer jva … aber nützt ja nix. langsam steht also der abschied von vielen lieben menschen vor der tür, die mir durch diese lange und schwere zeit geholfen haben…schwestern, ärzte, mitpatienten…natürlich bin ich froh, dass ich endlich licht am horizont sehe, aber ein wenig traurig bin ich ja schon, alle nicht mehr zu sehen (auf der anderen seite hoffe ich natürlich inbrünstig, NIE WIEDER auf diese station kommen zu müssen).
heute hatte ich meine letzte psychotherapie (jaja, eine ära geht zu ende), das thema “alphatierchen unter sich” und das leidige alte thema “bianca ist mal wieder viel zu weit weg mit dem kopf” bequatscht und mein abschiedsgeschenk für den psychologen überreicht (übrigens ein selbstgenähtes voodoo-anti-aggressions-püppchen, kam gut an glaube ich). gut, das war sicher kein abschied für immer, man sieht sich bestimmt beim nächsten punkkonzert (ob ich ihn ohne weißen kittel erkenne, ist ne andere sache). bis ungefähr dienstag habe ich noch zeit, mich von der station zu verabschieden…
ja, ansonsten hat sich bei mir lauftechnisch schon einiges verbessert, werde langsam etwas selbstständiger, aber wie das bei mir so schön ist….ich seh das nicht wirklich. mir kommt einfach nur immer in den sinn, was ich alles NICHT kann, ist eine überlebensstrategie die mich früher immer sehr weit gebracht hat, weil ich einfach immer härter an mir gearbeitet habe….in dieser situation aber natürlich total blöd und kontraproduktiv. wer ein universalrezept dagegen hat, bitte unbedingt melden, könnt ich gut gebrauchen
so muss jetzt erst mal abbrechen meine mitpatientin will schlafen…obwohl das glaub ich nur ein wunschdenken bleiben wird, dank des schwerhörigen herren aus dem nachbarzimmer, der sich konsequent weigert, kopfhörer für seinen überlauten fernseher zu benutzen….ah, ruhig bleiben, nur noch 4 tage, dann hab ich’s geschafft…